Liga: TSV Etelsen - SV Vorwärts Hülsen 1:2 (0:0)

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Gehörten die Anfangsminuten noch den Schlossparkkickern, hier gab es etliche Halbchancen durch ruhende Bälle, aber nichts Zwingendes, so revanchierte sich der SVV so nach etwa 10 Minuten, indem er nun seinerseits über Freistöße, Ecken und Einwürfe den Torerfolg suchte, aber auch nicht fand.

Insgesamt hatten wir aber dur20180812 petzold christopher 318x340chaus ein leichtes Übergewicht, allerdings verfehlten die diversen Abschlussversuche aus der Distanz meist deutlich das Gästegehäuse, sodass Hülsens Nr. 1, Marc Jamieson, kaum geprüft wurde. Auf unsere wohl beste Chance des ersten Durchgangs mussten wir lange warten. Auf der Uhr standen schon 44 Minuten, als ein vermutlich als Torschuss gedachter Ball Rene Hinrichs über den Schlappen gerutscht war, sodass die Kugel zunächst als Kerze in den grauen Himmel stieg, bevor sie am langen Pfosten aufschlug. Hier gelang es Simon Gloger zwar, den Ball am Keeper vorbei Richtung Torlinie zu drücken, doch Hülsens Schulz war noch rechtzeitig zur Stelle, um den Einschlag zu verhindern.

In der zweiten Hälfte versuchten unsere Jungs den Druck zu erhöhen. Es wurde fortan mit Dreierkette agiert und bei eigenem Ballbesitz auch erkennbar schneller aufgerückt als vor der Pause. Dennoch muss man im Nachhinein leider feststellen, dass dieser Schuss gründlich nach hinten losging, da Hülsen nun vermehrt zu Konterchancen kam, auch weil wir heute nicht gerade unseren ballsichersten Tag erwischt hatten und uns zahlreiche leichte Ballverluste erlaubten. Einer davon führte dann prompt zum Rückstand in der 58. Minute. Mit einem sehenswerten Alleingang hatte der SVV-Angreifer Tim Cordes sich letztlich auch gegen unseren Innenverteidiger durchsetzen können und von der Strafraumgrenze aus das 0:1 markiert. Die Gäste hatten direkt im Anschluss sogar die Möglichkeit nachzulegen. Bei einer SVV-Ecke in der 60. war Christopher Petzold unglücklich ausgerutscht, sodass Hülsens Koltonowski unbedrängt zum Kopfball hochsteigen konnte, doch Cedric Dreyer, unsere Nr. 1, reagierte glänzend und verhinderte Schlimmeres. In der 62. lag der Ausgleich in der Luft, aber unser Stürmer rutschte im Fünfmeterraum an einem Flankenball des eingewechselten Lasse Müffelmann vorbei und so blieb es beim 0:1. Gerade als wir uns einigermaßen von dem Gegentor erholt hatten, kam der nächste Nackenschlag. Wieder war es Tim Cordes, der davoneilen konnte und quasi mit einer Neuauflage seines ersten Treffers das 0:2 (73.) produzierte.

Damit war die Vorentscheidung gefallen. Zwar versuchten unsere Jungs in den verbleibenden 20 Minuten die Niederlage abzuwenden, aber gegen die vielbeinige Abwehr der Gäste gab es kein Durchkommen. Im Gegenteil: Beinahe hätte Cordes sogar einen lupenreinen Hattrick geschafft, doch bei seinem dritten Solo hatten sich ihm Littmann und Petzold in den Weg gestellt und konnten die Gefahr beseitigen (88.). Die Uhr tickte gnadenlos weiter. Erst in der Nachspielzeit - und damit viel zu spät - fiel der Anschlusstreffer dann doch noch. Vorausgegangen war ein Freistoß Robert Littmanns, den Hülsens Zehner, Güven Ayik, innerhalb des Sechzehnmeterraums mit der Hand abgewehrt hatte. Eine solche Untat darf naturgemäß nicht ungesühnt bleiben und so zeigte der Schiri auch sofort auf den Punkt. Christopher Petzold legte sich die Pille zurecht und verwandelte sicher zum 1:2. Mehr als Ergebniskosmetik war sein Treffer leider nicht mehr, es blieb bei dieser Niederlage.

Nach meiner Einschätzung ist dieser bittere Punktverlust auch nicht ganz unverdient. Positiv hervorzuheben ist auf unserer Seite Christopher Petzold. Der Junge hatte nie den Kopf hängen lassen und unglaublich viele Meter gemacht. Vielleicht sollte man doch mal mit Schrittzählern arbeiten... wink

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