Liga: TSV Etelsen - FSV Langwedel-Völkersen 3:1 (0:0)

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Besser spät als nie! whistling

Wer die letzten Spiele unserer Schlossparkkicker verfolgt hat, weiss, dass mit einem schnellen Torerfolg der Jungs wohl eher nicht gerechnet werden sollte.  Und so lief es auch gegen den FSV. Wir waren wieder einmal häufiger am Ball und auch deutlich öfter vor des Gegners Tor als umgekehrt, bloß das Klingeln blieb aus. Eigentlich hätte es in der 23. so weit sein dürfen. Hasan Dalkiran hatte von links im Strafraum aus die Pille gefühlvoll in den 5er gebracht, wo Bastian Reiners per Schulter den Abschluss suchte, aber nur die Latte traf. Mit etwas Glück hätte der herbeigeeilteTimo Schöning den Abpraller vielleicht noch verwerten können, aber Timos Laufweg und die Flugbahn des Balls erwiesen sich als inkompatibel. Schade! Die nächste Großchance hatten wir dann nur 60 Sekunden später einem Flankenball Heusmanns zu verdanken, den der mitgelaufene Lasse Müffelmann am langen Pfosten nur zu gerne über die Linie gedrückt hätte, doch leider versprang der Ball und dann hatten sich gleich zwei Langwedeler in die Schussbahn geworfen. In der 26. hatten die Fans der Platzherren den Torjubel schon auf den Lippen, als Timo Schöning mit seinem Scheitel einen von Rene Hinrichs in den Fünfmeterraum gechippten 30-m-Freistoß gefährlich als Aufsetzer aufs Tor gebracht hatte. Doch auch dieses Mal sollte daraus kein Treffer werden, denn zum Einen hatte der Gästekeeper klären können und zum Anderen hatte der Linienrichter auch noch die Fahne oben - Abseits! Unsere nächste Großchance dann in der 37. Wieder war es Hinrichs mit einem Freistoß hoch hinein in den Strafraum. Dabei sah Langwedels Nr. 1, Moritz Nientkewitz, nicht sonderlich gut aus, denn offenbar verschätzte er sich und griff an der Pille vorbei, sodass sich unserem Daniel Janssen unverhofft eine Abschlussmöglichkeit bot, die jedoch ungenutzt blieb. Der Gegner blieb nach vorne extrem blass, mehr als eine Halbchance war für den FSV im ersten Durchgang nicht zu notieren, insofern war das 0:0 zur Pause für die Schlossparkkicker eindeutig zu wenig und für Langwedel schmeichelhaft.

In Halbzeit II änderte sich eigentlich nichts. Zwar hatte ich direkt nach Wiederanpfiff das Gefühl, als wollte der FSV nun selbst aktiver werden, aber entweder hatte ich mich getäuscht, oder aber die Gäste müssen sich schnell wieder eines Anderen besonnen haben, wie auch immer: Etelsen blieb spielbestimmend. Schließlich wurde die Geduld der Fans auch belohnt. Eine sehenswerte Kombination über Bastian Reiners, Micha Langreder und Christian Heusmann konnte Lasse Müffelmann erfolgreich abschließen. In die überlegt geschlagene Flanke Heusmanns brauchte Lasse nur noch seinen Fuß reinzuhalten und schon war das überfällige 1:0 (54.) fertig. Sah vermutlich einfacher aus, als es war. Zwei Minuten später hätte Hasan Dalkiran für die Vorentscheidung sorgen können, doch sein Schuss aus spitzem Winkel ging knapp am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Drei Minuten später sorgte ein Einwurf von Langwedels Jan Ole Ernst erstmals für wirkliche Gefahr in unserem Strafraum, denn sein Mitstreiter, Artur Pfannenspiel (?), nahm mit dem Rücken zum Tor den Ball mit der Brust an und brachte anschließend einen sehenswerten Abschluss aus der Drehung zustande, bei dem sich Patrick Balcerzak ganz schön strecken musste, um mit den Fingerspitzen den Ausgleich zu verhindern. Im direkten Gegenzug scheiterte Bastian Reiners nach schönem Alleingang am Schlussmann der Gäste, die dann aber doch noch den Ausgleichstreffer markieren konnten, wenn auch mit etwas Dusel. Unser Keeper konnte einen harmlos wirkenden 40-Meter-Freistoß nicht festhalten, das Kunstleder prallte von seinen Unterarmen hoch in die Luft und noch bevor Patrick erneut zupacken konnte, war Langwedels Wasmuth zur Stelle und köpfte zum 1:1 (60.) ein. Damit war die Begegnung zwar nicht auf den Kopf gestellt, aber die bisher wirklich harmlosen Gäste witterten Morgenluft und da das Nervenkostüm unserer Jungs derzeit ohnehin nicht das stabilste sein dürfte, konnte einem schon ein bisschen Bange werden. Und tatsächlich hatte der FSV kaum drei Minuten später die große Chance, dass Spiel komplett zu drehen, doch ein stramm geschossener Abschluss aus 16 m ging nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei ins Aus. Glück gehabt! In den Folgeminuten erarbeiteten sich die Gäste einige weitere Möglichkeiten, aber auch wir hatten unsere Chancen und in der Schlussviertelstunde dann auch wieder das Heft fest in der Hand. Dennoch drohte uns die Zeit davonzulaufen. Immerhin zeigte die Uhr bereits die 84. Minute an, als sich Rene Hinrichs vorm Strafraum nicht beirren ließ und die Kugel zu Daniel Janssen durchsteckte. Daniel sprintete sofort los und brachte den Ball zum hochverdienten 2:1 über die Linie. Aus dem zu erwartenden Aufbäumen der Gäste wurde nicht viel, stattdessen erhöhten die Schlossparkkicker mit der letzten Aktion der Begegnung sogar noch auf 3:1 (94.). Rene Hinrichs hatte den Ball hoch an den gegnerischen Strafraum gespielt, von wo er von Bastian Reiners künstlerisch wertvoll mit der Hacke zu dem gerade erst eingewechselten Vittorio Zambrano weitergeleitet wurde. Der folgende Abschlussversuch Vittorios wurde zwar zunächst von Langwedels Wasmuth geblockt, aber sein Nachschuss landete dann doch im Netz.

War das nun ein deutlich besserer Auftritt unserer Schlossparkkicker als in den letzten Partien? Keine Ahnung. Auf jeden Fall war er erfolgreich und das ist es, was letztlich zählt!

Kurzvideo