Pokal: TSV Etelsen - SV Ahlerstedt-Ottendorf 3:6 (1:1, 0:3 i.E.)

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Viel hat nicht gefehlt...

aber letztlich hatten die klassenhöheren Gäste aus Ahlerstedt-Ottendorf doch das bessere Ende für sich. Nachdem der derzeit Sechste der Landesliga Lüneburg sich in der regulären Spielzeit mit einem 3:3-Unentschieden begnüngen musste, kam der SV A/O im anschließenden Elfmeterschießen zu einem glatten 3:0-Erfolg und konnte somit doch noch den Einzug ins Pokalhalbfinale feiern.

Für unsere Jungs sicherlich ein unglücklicher Ausgang, denn sie hatten dem Favoriten über weite Strecken nicht nur Paroli geboten, sondern waren insbesondere im ersten Durchgang mindestens ebenbürtig. Dies galt sowohl für die Spielanteile als auch für Qualität und Quantität der Torchancen. So waren noch keine drei Minuten gespielt, als die Kugel das erste Mal im Gästegehäuse einschlug. Timo Schöning hatte einen Ball in die Spitze von Christopher Petzold schön rechts am Keeper vorbei über die Linie geschlenzt, aber noch bevor die Freude richtig losgehen konnte, war auch schon die Abseitsfahne oben. In den anschließenden zehn Minuten ging es zwischen den Strafräumen munter rauf und runter, allerdings blieben wirklich gefährliche Szenen aus. Doch dann - es war noch keine Viertelstunde gespielt - ging es plötzlich ganz schnell. Ein Freistoß der Ahlerstedter landete auf Umwegen schließlich bei ihrer Nr. 11, Martin Sattler, dessen flache Hereingabe in den Fünfer bei seinem Sturpartner, Lennard Fock, landete, der aus kürzester Entfernung die 0:1-Führung für seine Farben erzielte. Aber unsere Jungs hatten keine zwei Minuten später die passende Antwort in Form einer Meyer-Ecke gefunden, die Timo Schöning mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:1-Ausgleich veredelte. Bis zur Halbzeitpause hätten beide Teams in Führung gehen können, aber Cedric Dreyer parierte in der 25. Min einen Abschluss Ahlerstedts aus zweiter Reihe während etwa eine Viertelstunde später auf der Gegenseite unser Emrullah Gülalan aus bester Schussposition die Pille mehr als deutlich über die Latte jagte.

Bis zum Pausenpfiff änderte sich an dem Spielstand nichts mehr, womit insbesondere die Platzherren zufrieden sein durften. Ein Klassenunterschied war bisher jedenfalls nicht zu erkennen.

Nach Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich schnell, dass die Gäste besser aus der Pause zurückgekommen waren. So hatten wir bereits zwei knifflige Situationen überstanden, als wir in der 52. die Führung der Gäste schlucken mussten. Lennard Fock hatte erneut getroffen, wieder aus der Nahdistanz. Aber unsere Jungs steckten trotz des Rückstandes nicht auf und lieferten dem Landesligisten einen verbissenen Pokalfight. Nach einer knappen Stunde hätten wir nach Heusmann-Freistoß mit etwas Glück durchaus den Ausgleich erzielen können, aber irgendwie war immer ein Bein im Weg, Ich hatte den Eindruck, dass wir uns allmählich erfolgversprechend in die Partie zurückgekämpft hatten, zumindest gab es wieder vermehrt Offensivaktionen unsererseits zu sehen, allerdings standen uns die Ahlerstedter in Nichts nach und verzeichneten z. B. in der 74 einen Kopfball-Lattentreffer. Gut drei Minuten später dann das 1:3. Wieder nach dem Motto: Flanke Tor! Wieder Lennart Fock in der Rolle des Vollstreckers! Die Hoffnung auf eine Pokalüberraschung schwand. Aber wer Etelsen zu früh abgeschrieben haben sollte, hatte die Rechnung ohne unseren Verteidiger Daniel Janssen gemacht. Daniel sorgte dafür, dass das 1:3 keine drei Minuten hielt, indem er am langen Pfosten lauernd einen per Kopf verlängerten Freistoß zum 2:3 in die Maschen drückte und damit die Schlußoffensive der Schlossparkkicker eröffnete. Insbesondere in den letzten 6 Minuten sahen die Zuschauer einen permanent angreifenden TSV und nur noch wenige Entlastungsangriffe der Gäste. In der zweiten Minute der Nachspielzeit hatten die Platzherren in Person von Daniel Janssen dann das Glück des Tüchtigen, als diesem mit einer Kopfball-Bogenlampe der kaum noch für möglich gehaltene Ausgleichstreffer zum 3:3 gelang. Der Jubel war verständlicherweise riesig, denn immerhin hatten die Schlossparkkicker den Favoriten ins Elfmeterschießen gezwungen.

Leider war hier Endstation für uns. Während alle Schützen des SV A/O (von Holt, Yaman, Peters) trafen, hatten unsere Protagonisten kein Glück. Emrullah Gülalans Schuss wurde vom Gästekeeper, Timo Haepp, pariert, die Versuche von Christopher Petzold und Simon Gloger verfehlten ihr Ziel. Damit steht der SV A/O im Pokalhalbfinale, aber dennoch können wir mit der gezeigten Leistung wirklich zufrieden sein. Gegen ein klassenhöheres Team nach 1:3-Rückstand nochmal zurückzukommen, spricht für Moral und Stehvermögen!

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