Liga: TuSG Ritterhude - TSV Etelsen 0:3 (0:1)

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Ehrlich gesagt, vom Hocker gehauen hat mich dieses "Spitzenspiel" nicht gerade.

Vermutlich hatten beide Teams zuviel Respekt voreinander, entsprechend gering war die Bereitschaft, ins Risiko zu gehen. Herausgekommen ist dabei eine an Höhepunkten arme Begegnung, die insbesondere aus dem Spiel heraus den Zuschauern nur wenig zu bieten hatte. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte man von einem lauen Sommerkick sprechen können.

Aber ich will auch nicht alles schlecht reden, immerhin hatten unsere Schlossparkkicker die Partie kontrolliert, dem Gegner überhaupt nur zwei Chancen gewährt (eine davon ein Pfostentreffer per Kopf nach Freistoß (82.)), selbst dagegen drei Tore erzielt und folglich auch verdient die Punkte entführt. Das ist allemal besser, als ein publikumswirksames Spektakel abzuliefern, sich einen Konter einzufangen und am Ende als Verlierer den Platz zu verlassen.

Wenn es im freien Spiel der Kräfte nicht so recht klappen will, muss der Erfolg eben über Standards bzw. das Ausnutzen gegnerischer Fehler gesucht werden. Und bei dieser Suche waren unsere Jungs deutlich effizienter als die Platzherren. So ging dem 0:1 (35.) ein von Max Jäger ausgeführter Freistoß voraus, den Bastian Reiners per Kopf auf den zentral an der Fünfmeterraumgrenze stehenden Daniel Janssen verlängerte. Daniel vollstreckte mit einem blitzsauberen Kopfball hinein ins Glück und ließ dabei dem gegnerischen Torwart, Meik Meschin, keine Abwehrchance. Auch nach der Pause behielt die TuSG trotz des Rückstandes ihre eher passiv wirkende Spielweise bei und erlaubte sich in der 70. Minute zudem einen katastrophalen Fehlpass, mit dem man sich selbst entscheidend ins Hintertreffen bringen sollte, denn unser Bastian Reiners hatte aufgepasst, fing den Ball ab, gewann den anschließenden Infight mit dem Keeper und bediente dann auch noch den an die Fünfmeterraumgrenze geeilten Timo Schöning. Timo spielte "hoch hinein" und schon stand es 0:2! Wer spätestens jetzt mit einem Aufbäumen der Platzherren gerechnet hatte, musste sich noch mindestens 5 Minuten gedulden. Erst dann suchte die TuSG ihr Heil verstärkt im Angriff. Doch bis auf den bereits erwähnten Kopfball gegen den Pfosten kam nichts Erwähnenswertes dabei heraus. Uns dagegen verhalf ein weiterer "ruhender Ball" in Form einer Reiners-Ecke zum dritten und letzten Treffer. Basti hatte den Pille hoch in den 16er geschlagen, von dort wurde die Kugel zurück ins Feld geköpft, um schließlich den Weg über Christian Heusmann und Justin Gericke zu Alexander-Christian Ruf zu finden. Der eingewechselte Alex fackelte nicht lange und versenkte das Spielgerät aus ca. fünf Metern links am Keeper vorbei im Gehäuse (88.). Anschließend passierte nichts mehr. Der Schiedsrichter hatte kurz darauf ein Einsehen und läutete pünktlich den sonntäglichen Feierabend ein.

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