Liga: TSV Etelsen - MTV Treubund Lüneburg 0:1 (0:1)

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Dem Titelfavoriten mehr als Paroli geboten und doch verloren! unsure

Beide Teams legten los wie die Feuerwehr, man merkte sofort, dass hier ist kein Freundschaftsspiel! In den ersten 10 min ging es rauf und runter mit Chancen auf beiden Seiten. Als sich die erste Aufregung gelegt hatte, waren die Gäste zwar spielbestimmend, konnten sich gegen unsere aufmerksame Defensive aber nicht entscheidend durchsetzen. Nach einer guten halben Stunde war es schließlich ein Sonntagsschuss von Max Ratzeburg aus gut 20 m, der für Cedric Dreyer, unseren Keeper, unhaltbar im Netz landete. Warum Sonntagsschuss? Zunächst, weil der Schütze nur dank eines etwas unkontrollierten Abwehrversuches unsererseits erst in Ballbesitz gekommen war und schließlich, weil der Schuss auf dem Weg zum Tor noch von der Hacke eines Innenverteidigers abgefälscht worden war. Meine Befürchtung, der Rückstand könnte sich demoralisierend auf unsere Schlossparkkicker auswirken, erwies sich glücklicherweise als vollkommen unbegründet, die Jungs spielten weiter, als wäre nichts geschehen. Wirklich toll!

Natürlich war angesichts unserer angespannten Personallage gerade im Offensivbereich klar, dass mit einem Etelser Sturmlauf nicht zu rechnen sein würde, aber dennoch versteckte sich das Team nicht, sondern versuchte aus einer stabilen Abwehr heraus, zum Erfolg zu kommen. Im ersten Durchgang als alleinige Sturmspitze aufgeboten, hatte unser Alex-Christian Ruf allerdings wahrlich einen schweren Stand und so war es nicht weiter verwunderlich, dass wir den Rückstand mit in die Pause nehmen mussten.

Natürlich musste unser Trainer, Nils Goerdel, reagieren, wenn wir noch etwas Zählbares mitnehmen wollten und so brachte er kurz nach dem Seitenwechsel David Airich, der damit zu seinem ersten Pflichtspielauftritt als Schlossparkkicker kommen sollte und auch sofort für mehr Durchschlagskraft im Angriff sorgte. Insbesondere in der letzten halben Stunde der Begegnung waren unsere Jungs auch optisch erkennbar überlegen und setzten den Aufstiegsaspiranten gehörig unter Druck. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass den Gästen von der Ilmenau die Puste ausgegangen war, auf jeden Fall wirkte die Heimmannschaft deutlich frischer. Mehrfach lag den Etelsen-Fans der Torjubel bereits auf den Lippen, doch entweder der Linienrichter hatte die Fahne oben (so bei Nico Meyers Treffer nach Freistoß in der 65.) oder ein Lüneburger klärte gerade noch auf der Linie (u. a. bei Airichs Abschlussversuch in der 80.) oder aber der Gästekeeper bekam gerade noch einen Fuß an die Pille (so gegen Alex Ruf in der 82.) oder  ... blush

Wie glücklich den Treubundern ihr Sieg vorgekommen sein muss, wurde sofort nach dem Abpfiff überdeutlich, denn die Jungs feierten sich, als hätten sie die Champions-League gewonnen. Vor dem Spiel hatte ich noch gesagt, "Hauptsache wir kriegen heute keine Packung!", nach dem Spiel war ich der festen Überzeugung, dass wir mindestens einen Punkt gegen einen der Meisterschaftsanwärter verdient gehabt hätten.

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