Liga: TSV Etelsen - VfL Lüneburg 1:0 (1:0)

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Auch wenn wir das spielbestimmende Team gewesen sind, das Ding hätte auch anders ausgehen können!

Warum? Weil die Gäste aus Lüneburg jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten sowie in der Schlussphase ganz schön Druck gemacht hatten und uns - trotz guter Möglichkeiten - nur ein Tor gelingen sollte. Dabei hätte Airich uns bereits in der 4. in Führung bringen können, doch sein Abschluss ging links am Pfosten vorbei. Nur wenige Minuten später bewahrte uns Cedric Dreyer, der Keeper, vor dem möglichen Rückstand, indem er dem einschussbereiten Henry März die Pille vom Fuß wegboxte. Ansonsten zeigte sich unsere Defensive erneut sattelfest, sodass der Gegner kaum größere Möglichkeiten für sich verbuchen konnte. Da war Maximilian Wulf im Tor der Gäste schon öfers gefordert. So z.B. in der 12., als eine von Nils Koehle hereingebrachte Ecke zwar zunächst abgewehrt werden konnte, dann aber von Nico Meyer sehenswert aus ca. 18 m zurück aufs Gästetor befordert wurde. Wulf musste sich ganz schön lang machen, um den rechts unten aufsetzenden Ball noch auf Kosten einer weiteren Ecke entschärfen zu können! Und auch diese hätte uns in Front bringen können, doch Mirko Radtkes Kopfball nach Flankenball von Jan-Luca Lange aus ca. 4 m wurde vom VfL-Keeper gerade noch über die Latte gelenkt. Mit zunehmender Spieldauer kamen unsere Jungs erkennbar bessser mit den Lüneburgern zurecht, dennoch fiel das 1:0 in der 28. doch etwas überraschend. Ein langer Ball unseres Torwarts nahm den Weg über David Airich zu Nils Koehle, der mit einem tollen Sonntagsschuss aus gut 20 m den Lüneburger Schlussmann alt aussehen ließ. Leider versäumten wir es nachzulegen. Insbesondere Airich hatte das 2:0 in der 36. auf dem Fuß, allerdings fiel sein Schuss aus der Drehung zu schwach und unplatziert aus, um den Gästekeeper vor ernsthafte Probleme zu stellen. Für die ersten 45 Minuten habe ich keine weiteren Großchancen notiert, es blieb bis zum Pausenpfiff beim ebenso verdienten wie knappen Ein-Tore-Vorsprung.

Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs sah zunächst um den Ausgleich bemühte Lüneburger, doch nach etwa 15 min flaute die Sturm- und Drangphase der Gäste etwas ab, während unsere Schlossparkkicker zunehmend über Konter zum Erfolg zu kommen versuchten. Dabei waren wir nach meinem Eindruck dem zweiten Treffer näher als der VfL dem Ausgleich, aber wer den Fußball kennt, weiß wie schnell ein 1:0 verspielt werden kann ... Wie auch immer, nach einer knappen Stunde hätte der lauffreudige Koehle mit etwas Glück seinen zweiten Treffer erzielen können, doch sein Schuss flog über die Querlatte ins Aus. Bis in die Schlussphase der Begegnung wurden noch einige aussichtsreiche Möglichkeiten unsererseits liegengelassen, u.a. von Airich und Meyer, sodass der Gegner weiter im Spiel blieb und uns in den letzten 6-7 Minuten der Begegnung einen heißen Tanz lieferte. Einige Male sah es im Strafraumgewühl auf unserer Seite zumindest gefährlich aus (z.B. 87.), aber Ruf hätte zu Beginn der Nachspielzeit ebenso gut mit seinem Heber aus etwa 40 m alles klar machen können, doch leider knapp links vorbei.

Resumee? Über weite Strecken haben unsere Schlossparkkicker ein Riesenspiel geliefert, lediglich die Torausbeute hätte besser sein dürfen. Dank einer konzentrierten Abwehrarbeit sind die Punkte dennoch am Schlosspark geblieben. Ein Sonderlob hat sich m.E. Nils Koehle verdient, der unermüdlich die Flügel rauf und runter gelaufen ist und ohne den wir im Sturm deutlich weniger Durchschlagskraft besessen hätten.

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