Liga: MTV Treubund Lüneburg - TSV Etelsen 1:0 (1:0)

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Auch mit zwei Tagen Abstand, ist das Spiel nicht besser geworden...

In diesem Sinne äußerte sich Andre Koopmann, der unseren verhinderten Cheftrainer, Nils Goerdel, in der Coachingzone vertreten hatte, mir gegenüber.

Demnach hatten unsere Jungs ganz schwer in die Begegnung gefunden, waren die ersten 20 min praktisch ohne Zugriff auf den Gegner und sind überwiegend hinterher gelaufen. Vor dem 1:0 in der 10. Minute hatten sich die Platzherren sehenswert durch unser Zentrum kombiniert und ihren Max Ratzeburg erfolgreich in Szene gesetzt. Auch wenn es der erste MTV-Torschuss gewesen war, der uns gleich in Rückstand geraten ließ, war die Führung für Treubund absolut verdient.
Damit war natürlich auch unser Matchplan zur Makulatur verkommen. Eigentlich wollten wir aus einer starken Defensive heraus den Gegner kommen lassen, um dann schnell hinter seine Abwehrkette vorzustoßen. Mit ihrer Führung im Rücken, sahen die Lüneburger jedoch kaum noch die Notwendigkeit, uns diesen Gefallen zu tun.

Wir hatten unsere beste Phase wohl so zwanzig Minuten vor dem Pausenpfiff, da gab es den ein oder anderen schönen Spielzug unsererseits zu sehen. Insbesondere eine Kombination durch die Mitte, bei der Alex Ruf die Pille mustergültig auf Pasal Döpke durchgesteckt hatte, hätte den Ausgleich einleiten können, doch der von links auf den Keeper zulaufende Pascal kam zwar zum Abschluss, doch leider ging der Ball am rechten Pfosten vorbei ins Toraus. Somit zwar kein Treffer, aber immerhin so etwas wie ein Weckruf! Eine Riesenchance hatte dann noch Timo Schöning, der einen Kopfball bereits am Keeper vorbei gebracht hatte, doch das auftrumpfende (Kunst-) Leder wurde zunächst von einem Verteidiger gerade noch von der Linie gegrätscht, bevor er letztendlich von Timos langem Bein wirkungslos über die Latte befördert wurde. Also das war unbeschreiblich!

Um kein falsches Bild aufkommen zu lassen: Wir waren weit davon entfernt, hier die spielbestimmende Mannschaft zu sein. Die Gastgeber hatten ebenfalls 2-3 gute Möglichkeiten und wir hatten es Benjamin Skupin mit seinen Paraden zu verdanken, dass wir überhaupt im Spiel geblieben sind.

Kurz nach dem Wiederanpfiff hatten wir dann wohl unsere beste Chance während des gesamten Spiels. Nach einer Ecke brachte Kevin Bähr den Ball per Kopf zurück in den Strafraum auf den am zweiten Pfosten völlig blank stehenden Alex Ruf, der das Kunststück fertig brachte, die Kugel am leeren Tor vorbei ins Nirwana zu schieben.

Derzeit ist es einfach so, dass wir zuviele Chancen für ein Tor brauchen. Aber im Unterschied zu den beiden letzten Aufeinandertreffen mit dem MTV Treubund, die wir zwar ebenfalls verloren hatten, aber insgesamt leistungsmäßig auf Augenhöhe waren, muss man für dieses Mal ganz klar feststellen, dass ein Unentschieden unverdient gewesen wäre. Die Platzherren stellten das abgklärtere Team, besetzt mit einigen herausragenden Einzelspielern, und haben sich die drei Punkte redlich verdient.