Es kam wie erwartet.
Der letzjährige Oberligist war eine Nummer zu groß für uns. Vielleicht hatten wir aber auch einfach zu viel Respekt, um uns besser verkaufen zu können. Jedenfalls war der Gastgeber insbesondere im ersten Durchgang deutlich überlegen, war ständig in Ballbesitz und hatte auch zahlreiche gute bis sehr gute Einschussmöglichkeiten. Eigentlich hätten wir zur Pause bereits mit 4 oder 5 Toren in Rückstand liegen können, aber unser Keeper Joel-David Schulz hatte einen Sahnetag erwischt und hielt mehr als einen "Unhaltbaren". Und dennoch hatte Celle beim Führungstreffer sogar noch Glück gehabt, denn nach einem Eckball in der 27. Min. war der Torschütze Alexander Laube auf einen Torwartabpraller angewiesen, um die Pille über die Linie zu kriegen. Zur Halbzeit gingen unsere Jungs also mit einem aufholbaren Rückstand in die Kabine, wo sicherlich ein wenig Motivationsarbeit angesagt war, denn mit dem bisher gezeigten Angstfußball konnte der Trainer nicht zufrieden sein. ![]()
Unsere Schlossparkkicker hatten offenbar zugehört, denn in den zweiten 45 Minuten zeigten sie sich erkennbar verbessert, ohne sich allerdings gegen die favorisierten Platzherren ein dauerhaftes Übergewicht erarbeiten zu können. Vielleicht hätte man das Blatt noch wenden können, wenn Maxim Schaf in der 54. Min. einen vom Celler Keeper an Timo Schöning verursachten Strafstoß verwandelt hätte. Aber es sollte nicht sein, der Torwart Nico Lindner konnte das Duell für sich entscheiden.
Im weiteren Verlauf hielten unsere Jungs die Begegnung zwar weitgehend offen, aber es fehlte ihnen an klaren Chancen. Kein Wunder also, dass der MTV in der Schlussphase der Begegnung sogar noch nachlegen konnte. Wieder war es Alexander Laube, der für die Gastgeber in der 81. auf 2:0 erhöhte und sich damit als Doppeltorschütze feiern lassen durfte. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand war für uns die Messe gelesen, auch wenn kurz vor Schluss Mario Nagel nochmal hätte verkürzen können, doch sein Schuss aus kurzer Distanz verfehlte das Ziel (90.+1).
Am Ende steht eine verdiente Niederlage und die Bestätigung der alten Weisheit, dass Fußball zu einem Großteil Kopfsache ist.

