Einen möglichen Bonuspunkt im Ahe-Stadion beim RSV verpasst!
Letztlich endete das Nachholspiel des 18. Spieltages wie erwartet, wir mussten mit 1:3 geschlagen die Heimreise antreten. Aber dennoch bestand auf Etelsens Seite kein Grund, in Depressionen zu verfallen, denn man hatte mit einem selbstbewußten und respektlosen Auftritt einem Spitzenteam der Landesliga alles abverlangt! Das merkte man insbesondere daran, wie die Platzherren das 3:1 von Kuchinke bejubelten, welches erst in der 87. Minute gefallen war und natürlich den Sieg für die Platzherren bedeutete. Aber bis zu diesem Zeitpunkt waren unsere Schlossparkkicker über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner, der sogar phasenweise dem Ausgleich näher war, als der RSV einem Zwei-Tore-Vorsprung (insbesondere gegen Ende der 1. und zeitweise auch im zweiten Durchgang). Und warum dann die Niederlage?
Na ja, wie so oft, ging dem 1:0 Rotenburgs in der 8. Min. ein Fehlpass unsererseits voraus, den Daniel Younis umgehend per Flachschuss vom Strafraumrand veredelte. Ganz unhaltbar kam mir sein Abschluss allerdings auch nicht vor. Unsere Antwort ließ nur 4 Min. auf sich warten. Dann gab es einen Voss-Freistoß, der aus ca. 18 m ziemlich scharf aufs Tor kam. Zwar war der RSV-Keeper Henner Lohmann rechtzeitig unten, konnte die Pille aber nicht kontrollieren. In den hoch abprallenden Ball sprang der einlaufende Tjark Vogler und erzielte einen astreinen Kopfballtreffer. Leider sollte auch der Ausgleich nicht lange Bestand haben, denn nach einem Steckpass in der 17. Min. mit anschließender Querablage in den Fünfmeterraum gelang Younis sein zweiter Treffer aus dem Gewühl heraus.
Danach passierte lange Zeit nichts Zählbares, obwohl es für beide Seiten durchaus die ein oder andere Möglichkeit gegeben hatte. So blieb die Begegnung bis in die Schlussminuten hinein spannend. Das bereits erwähnte 3:1 kurz vor Schluss fiel übrigens nach einem Einwurf mit anschließender Kopfballverlängerung hoch in den Lauf von Justin Kuchinke, der unserem Schulz bei seinem Schuss von halbrechts keine Abwehrchance ließ.
Nur noch am Rande erwähnenswert ist ein Foulelfmeter, der uns in Nachspielzeit gewährt wurde. Jarno Blicker scheiterte mit seinem Flachschuss jedoch am Aluminium (vielleicht war aber auch Lohmann noch entscheidend mit den Fingern an die Kugel gekommen). Letztlich spielte der verschossene Elfer keine Rolle, denn unmittelbar danach beendete der Schiedsrichter die Begegnung, sodass wir ohnehin nicht mehr den Ausgleich hätten erzielen können.

